Das Thema Kostenerstattung steht in Bayern nach wie vor hoch im Kurs. Erst vor wenigen Wochen hatte die KV eine Pilotprojekt gestartet - Ärzte in Ingolstadt simulieren die Kostenerstattung. Nun schlägt die KV Gesundheitskonten vor.
MÜNCHEN (sto). Die Einführung der Kostenerstattung bei gesetzlich Krankenversicherten könnte durch die Einrichtung von Gesundheitskonten unterstützt werden, so die stellvertretende Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), Dr. Ilka Enger.
Im Kern geht es dabei darum, dass für jeden teilnehmenden Versicherten bei seiner Krankenkasse ein individuelles Gesundheitskonto geführt wird, das bei Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen belastet wird.
Über die Kontobewegungen erhält der Versicherte regelmäßig einen Kontoauszug. Die Abrechnung dieser Leistungen erfolgt nach der GOÄ, erläuterten Enger und der Leiter des Kieler Instituts für Mikrodaten-Analyse, Dr. Thomas Drabinski bei einer der KVB und des Ingolstädter Praxisnetzes GO-IN.
Im Praxisnetz GO-IN läuft derzeit eine Umfrage in den Praxen, mit dem Ziel, die finanziellen Auswirkungen der Kostenerstattung bei gesetzlich Krankenversicherten besser abschätzen zu können.
Die Einführung von Gesundheitskonten für die Versicherten könnte dabei zu mehr Transparenz im Gesundheitswesen führen und den Ärzten mehr Planungssicherheit beim Honorar geben, hieß es dazu bei der Informationsveranstaltung.
Quelle:Ärztezeitung
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