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News 2011 > Januar
Berlin – Feste Preise für ärztliche Leistungen hat der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), im Interview mit KBV-Klartext gefordert, dem Magazin der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). „Ich kann die Patienten nur über Preise informieren, wenn diese auch feststehen“, sagte er.
Kritik äußerte Zöller an den Rabattverträge der Krankenkassen mit Arzneimittelherstellern: „Mich ärgert, dass immer mehr Kassen Verträge abschließen, die politisch so nicht gewollt waren“, sagte er. Inzwischen hätten sehr viele Kassen Verträge über den gesamten Arzneimittelbereich abgeschlossen.

Damit entscheide letztendlich die Kasse, welches Arzneimittel der Patient bekomme. „Das verträgt sich nicht mit meiner Vorstellung von Therapiefreiheit. Deshalb bin ich dafür, die Rabattverträge zu beschränken“, sagte er.

Zöller kündigte an, 2011 die Prävention zu stärken: „Wir geben in Deutschland nach wie vor sehr viel Geld für die Behandlung von Krankheiten aus und zu wenig für ihre Verhinderung“, sagte der Patientenbeauftragte. Er sei „felsenfest überzeugt, wenn Prävention sinnvoll angewandt wird, wird es letztendlich auch Spielraum geben für die Finanzierung der erbrachten Leistungen.“ © hil/aerzteblatt.de

Quelle:Deutsches Ärzteblatt

geschrieben von Deutsches Ärzteblatt am 03.01.2011 um 00:00 Uhr.